FAQ

Was bringt mir der Besuch dieses Lehrgangs?
  • Viel Neues, Interessantes lernen
  • Sicherheit im Umgang mit historisch wertvollen Bauten und anderen Objekten
  • Sicherheit in Diskussionen mit Architekten, Bauherren etc., wenn es um die handwerkliche Umsetzung einer Idee geht.
  • Viele Leute kennen lernen (Netzwerk)
  • Einen eidg. anerkannten Fachausweis mit geschütztem Titel und damit ein wertvolles Papier bei Bewerbungen um eine interessante Stelle.
  • Als Selbständiger bessere Möglichkeiten, an Prequalifikationen teilzunehmen
  • Als Mitarbeiter ein Vorteil, wenn der Arbeitgeber sich für einschlägige Aufträge bewirbt.
Welche Zulassungskriterien gelten für den Lehrgang?

Wichtig: Bezüglich Zulassung muss zwischen Lehrgang und Prüfung unterschieden werden (siehe auch Zulassungskriterien Prüfung).

Zum Lehrgang wird (im Rahmen des Platzangebots) jede und jeder zugelassen, der die im jeweiligen Modul definierten Kriterien erfüllt (siehe Moduldefinitionen). In erster Linie sind das:

  • Vorkenntnisse, die für die erfolgreiche Teilnahme am Modul erforderlich sind
  • Interesse an der handwerklichen Arbeit an historisch wertvollen Objekten

Hintergrund: Wir sind interessiert, dass auch Leute einzelne oder alle Module besuchen, die nicht Handwerker/innen sind, sondern Leute, die mit dem Handwerk zu tun haben, beispielsweise Denkmalpflegerinnen oder Architekten. Die Zulassungskriterien zu den Modulen können von der Qualitätssicherungs-Kommission (QSK) des Trägervereins bestimmt werden, die Zulassung zur Prüfung muss vom SBFI, also dem zuständigen Bundesamt genehmigt werden. Im Einzelfall entscheidet die QSK über die Zulassung, insbesondere auch über die Anerkennung von gleichwertigen Kursen als Basis für die Zulassung.

Ich habe noch nie an historisch wertvollen Bauten gearbeitet. Kann ich dennoch in die Weiterbildung einsteigen?

Ja, das können Sie. Der Nachweis bezüglich Erfahrung im Umgang mit historisch wertvollen Bauten muss erst bei der Anmeldung zur Prüfung vorliegen. Allerdings ist es ratsam, wenn Sie möglichst rasch versuchen, entsprechende Arbeiten zu erhalten, denn man lernt nun mal mehr, wenn man in der Praxis erlebt, was im Unterricht erzählt wird.

Wie ist die Weiterbildung aufgebaut und strukturiert?

Es sind – berufsbegleitend – je nach Fachrichtung verschiedene Module im Präsenzunterricht zu besuchen. Welche Module mit wie vielen Präsenzlektionen zu besuchen sind, zeigt der Modulbaukasten, der auf unserer Website unter Lehrgang/Informationen als PDF zu finden ist. Dort ist auch aufgeführt, wie viel selbständige Lernarbeit anfällt.

Der Lehrgang startet im Zweijahresrhythmus jeweils im Januar mit dem Grundmodul U1. Der Unterricht erstreckt sich über einen Zeitraum von bis zu zwei Jahren, danach steht ein halbes Jahr für die abschliessende Vorbereitung auf die eidgenössische Berufsprüfung zur Verfügung. Diese findet alle zwei Jahre im Frühling/Frühsommer statt.

Als Orientierungshilfe für den Präsenzunterricht können Sie von folgenden Angaben ausgehen:

Fachübergreifende Module U1 / U2:
Unterrichtsorte: Biel, Rothenburg oder Maienfeld – je nach Unterrichtsort jeweils Mittwoch und Donnerstag, Freitag und Samstag oder Montag und Dienstag über jeweils 6 Monate verteilt

Modul U1 und U2: jeweils 6 Blöcke à 2 Tage

Fachmodule:
Grobüberblick der einzelnen Fachrichtungen:

Holzbau:
Unterrichtsort: Biel

Module H3, H4, H6: blockweise Dienstag, Mittwoch, Donnerstag - Total ca. 8 Tage
Modul H5: blockweise Dienstag, Mittwoch, Donnerstag + 1x Samstag - Total ca. 8 Tage

Malerei, Mauerwerk/Verputz, Naturstein, Stuck:
Unterrichtsort: Effretikon – jeweils wochentags

Modul W3 und W4: jeweils 4 Blöcke à 3 Tage (alle 4 Fachrichtungen gemeinsam)
Modul M5: 4 Blöcke à 3 Tage (nur Malerei)
Modul V5: 4 Blöcke à 3 Tage (nur Mauerwerk/Verputz)
Modul N5: 4 Blöcke à 3 Tage (nur Naturstein)
Modul S5: 4 Blöcke à 3 Tage (nur Stuck)

Möbel/Innenausbau:
Unterrichtsort: Rothenburg – jeweils Freitag und Samstag über rund eineinhalb Jahre verteilt

Modul I3: 16 Unterrichtstage
Modul I4: 10 Unterrichtstage
Modul I5: 3 Unterrichtstage
Modul I6: 19 Unterrichtstage
Modul I7: 2 Unterrichtstage

Gartenbau und Pflästerer auf Anfrage.

Wer unterrichtet was?

Darüber geben die Moduldefinitionen Auskunft. Sie zeigen auch die Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen, den vermittelten Stoff, die Ziele und die Gestaltung des Abschlusses. Wie der Unterricht abläuft, wann er stattfindet und wer unterrichtet, ist von den Anbietern der Module abhängig.

Was kostet die Weiterbildung?

Die Kosten für die Weiterbildung betragen (Stand Mai 2024):

Fachrichtung Gartenbau: CHF 18’335 – 18’735
Fachrichtung Holzbau: CHF 16‘800
Fachrichtung Malerei: CHF 14‘400
Fachrichtung Mauerwerk/Verputz: CHF 14‘400
Fachrichtung Möbel/Innenausbau: CHF 19‘780
Fachrichtung Naturstein: CHF 14‘400
Fachrichtung Pflästerung/Trockenmauerwerk: CHF 20‘135
Fachrichtung Stuck: CHF 14‘400

Muss ich die Kosten selbst tragen?

Der Lehrgang wird vom Bund subventioniert. Nach Ablegen der eidgenössischen Abschlussprüfung werden den Absolventen 50%, jedoch maximal 9'500 Franken, der Kurskosten auf Antrag rückerstattet (unabhängig vom Prüfungserfolg). Zusätzlich gewähren auch die meisten Berufsverbände ihren Mitgliedern finanzielle Unterstützung.

Kann ich den Besuch der Module auf mehr als zwei Jahren verteilen?

Ja, das ist möglich. Die Modulabschlüsse sind sieben Jahre gültig. Die Prüfung muss somit nach maximal sieben Jahren absolviert werden.

Kann z. B. ein Trockensteinmaurer, der keine Ausbildung hat, den ganzen Lehrgang besuchen und die Abschlussprüfung machen?

Es wird immer wieder Spezialfälle geben. Über die Zulassung zur Weiterbildung oder einen Teil der Weiterbildung entscheidet der Anbieter der Weiterbildung, über die Zulasssung zur Prüfung die Qualitätssicherungs-Kommission (QSK) des Trägervereins.

Ich kann und weiss schon viel, habe schon manchen Kurs besucht. Muss ich trotzdem die ganze Weiterbildung durchlaufen?

Nein, das müssen Sie nicht. Sie können sich bereits erbrachte Lernleistungen anrechnen lassen. Die Qualitätssicherungs-Kommission (QSK) des Trägervereins kann Sie vom Besuch bestimmter Module befreien. Zwei Wege sind vorgesehen:

  • Sie legen einen Ausweis vor, der zeigt, dass Sie eine gleichwertige Ausbildung besucht haben. Dann wird dieser Ausweis als gleichwertig zum Abschluss eines bestimmten Moduls (oder mehrerer Module) anerkannt.
  • Sie müssen zwar an der Schlussprüfung eines Moduls (Kompetenznachweis) teilnehmen, werden aber vom Besuch des vorbereitenden Unterrichts befreit.
Welche Zulassungskriterien gelten für die Abschlussprüfung?

Wichtig: Bezüglich Zulassung muss zwischen Lehrgang und Prüfung unterschieden werden (siehe auch Zulassungskriterien Lehrgang).

Zur eidgenössischen Abschlussprüfung (Berufsprüfung) wird zugelassen, wer die folgenden Kriterien erfüllt:

  • Abgeschlossene Lehre (EFZ) oder gleichwertige Ausbildung in einem Beruf der gewählten Fachrichtung plus zwei Jahre Berufserfahrung ODER (ohne EFZ/Ausbildung) sechs Jahre Berufserfahrung in einem Beruf der gewählten Fachrichtung.
  • Mindestens ein Jahr Berufspraxis mit historisch wertvollen Objekten ODER wesentliche Beteilung an fünf Projekten an historisch wertvollen Objekten.
  • Erforderliche Modulabschlüsse bzw. Gleichwertigkeitsbestätigungen.
Was kostet die Abschlussprüfung?

Die Kosten für die eidgenössische Abschlussprüfung betragen CHF 1'850 (Stand 2018).